Intrakranielle Aneurysmen

Intrakranielle Aneurysmen

Aneurysmen sind krankhafte Gefässerweiterungen, die eine Schwachstelle der Hirnarterien darstellen und sich häufig an Verzweigungen der Blutgefässe finden. Bei erhöhtem Blutdruck kann sich die Wand ausdehnen oder auch reissen (ruptieren). Etwa 2-3 Prozent aller Erwachsenen sind von Aneurysmen betroffen. Von 3000 Aneurysma Patienten erleiden etwa 10 eine gefährliche Hirnblutung. Bei einem Zufallsbefund eines Aneurysmas gilt es dessen Stabilität abzuschätzen. Mittels spezieller MR-Bildgebung lässt sich die Aneurysma-Wandstabilität dokumentieren und beurteilen. Bei Zeichen der Instabilität ist eine Therapie erforderlich.

Die Aneurysma-Therapien sind hochspezialisierte Behandlungen welche in der Schweiz nur im ausgewählten Spitälern durchgeführt werden können. Nach multidisziplinären Besprechungen mit anderen neurovaskulären Spezialisten (Neurochirurgen, Neurologen, Neuroradiologen) wird die Art der Therapie gemeinsam entschieden.

Das Ärzte-Team am SNRI hat langjährige Erfahrung mit minimal invasiver Therapie (interventionelle Neuroradiologie, Endovaskuläre-Therapie, Stenting, Coiling, Flow-Diverter).

Beim sogenannten «Aneurysma-Coiling» werden mit Hilfe eines Katheters winzige, platinbeschichtete Metallspiralen (Coils) von der Leistenarterie bis in das Aneurysma geschoben und in der Aussackung platziert. Dadurch wird verhindert, dass weiterhin Blut in das Aneurysma strömt. Das noch in der Aussackung enthaltende Blut thrombosiert, so dass die Gefahr einer Blutung gebannt ist.